Magengeschwüre beim Pferd

 

Es gibt viele Auslöser für Magengeschwüre bei Pferden,

erschreckend ist, dass über 90% aller Galopper, 60% aller Sportpferde und auch 30% aller Freizeitpferde

unter Magengeschwüren leiden, sogar Fohlen sind gefährdet,

solange sich die Magenschleimhaut noch nicht genug stabilisiert hat. 

 

Ursachen können sein:

-        eine schlechte Futterqualität, Schimmelpilze im Getreide, tritt oft nach einer längeren Lagerzeiten auf

-        Stress beim Fressen - hastiges Fressen - Futterneider

-          zuviel Kraftfutter - zu wenig Raufutter

-        zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten

-        Schmerzen generell, die nicht erkannt werden – kompensiert werden

    im Knochengerüst, durch Übersäuerung in der Muskulatur oder den Sehnen

 

 

Woran erkenne ich, ob mein Pferde Magenprobleme hat:

-        das Pferd frisst schlecht, nimmt dadurch ab - Achtung: Zähne überprüfen

-        schlechter Allgemeinzustand - stumpfes Fell

-        das Pferd fängt hastig an zu fressen, unterbricht dann 

-        Müdigkeit – viel Gähnen Achtung: kann auch ein Leberproblem sein

-        Koliken

-         aufstossen, koppen

-        Flehmen, übertriebenen Lecken      

                                                                                                                                             -

Der Magen des Pferdes ist relativ klein, er ist dafür ausgelegt, dass das Pferd ohne große Fresspausen

kleinere Futtermengen zu sich nimmt.  In der freien Natur würden die Pferde keine längeren Fresspausen

wie 4 Stunden einlegen.

 

Treten längere Fresspausen ein, hat der Magen also nichts zu tun, dann greift der Magensaft, der wichtig für die Verdauung der Nahrung ist, die Magenschleimhaut an.

Langfristig entsteht als erstes eine Reizung, die Magenschleimhautentzündung und später dann Magengeschwüre.  Beim Kauen entsteht im Speichel ein körpereigenes Schmerzmittel, das Opiorphin,

dieses neutralisiert die Magensäure im Magen während der Verdauung. 

 

Liegt bereits ein Magengeschwür vor, dann resultiert daraus zwangsläufig eine Futterumstellung auf gutes Heu,

dass ständig zur Verfügung steht, sauberes Trinkwasser

und Produkte, die dafür sorgen, dass die Magenschleimhaut sich wieder aufbaut.

 

Ganz wichtig für die Psyche des Pferdes:

Beobachten, wie ist das Futterverhalten, gibt es Stress bei der Futteraufnahme und

was frisst das Pferd an Problemen in sich hinein,

was wird hier nicht gesehen wird, aber was gesehen werden will?